Afrikanische Schweinepest jetzt auch in Belgien

Die Hubertus Vereniging Vlaanderen (das belgische pendante zum DJV) hat gestern Abend gemeldet, dass die Afrikanische Schweinepest jetzt auch in Belgien (in der wallonische Gemeinde von Étalle in der Provinz Luxemburg) aufgetreten ist. Es handelt sich hierbei um den ersten Fall von ASP in Belgien.

Derzeit ist es noch unklar wie sich die Krankheit nach Belgien ausbreiten konnte. Eine Reaktion der Behörden liegt noch nicht vor.

Jäger spielen weiterhin eine wichtige Rolle beim Monitoring und Reporting der ASP. Nach diesem weiten Sprung, den die ASP jetzt gemacht hat wird einmal mehr klar, dass wir wachsam sein müssen. Es ist wichtig alle Abnormalitäten bei den Wildschweinen auf jeden Fall zu melden.

Das Friedrich Löffler Institut hat zusammen mit dem DJV drei Broschüren erarbeitet und bei Open-Agrar veröffentlicht. Diese Broschüren sollte jeder Jäger kennen und verinnerlichen. Eine gute Idee wäre es sie auszudrucken und in den Jagdhäusern auszuhängen:

Maßnahmen zur ASP Früherkennung

Maßnahmenkatalog zur Bekämpfung der ASP

Exemplarische Anwendung jagdlicher Maßnahmen im ASP Seuchenfall

Auch 2018 wieder Staupe bei den Füchsen

Aus Mecklenburg-Vorpommern kommen leider wieder vermehrt Meldungen über Staupe-Fälle im Bestand der Füchse.

Staupe ist eine Virusinfektion, die durch Tröpfcheninfektion übertragen wird. Betroffen sind fleischfressende Tiere wie beispielsweise Fuchs, Marder und Waschbär. Besonders junge Tiere sind anfällig. Grundsätzlich ist eine Ansteckung aber in jedem Alter möglich. Nach einer Inkubationszeit von 3-7 Tagen bricht die Staupe aus. Symptome der Erkrankung sind Fieber um 40° C, Erbrechen, Durchfall und Appetitlosigkeit. Typisch ist auch, dass infizierte Tiere an Nasen- und Augenausfluss leiden.

Für uns, als Jäger bedeutet das zweierlei:

1. Beim Umgang mit infizierten Tieren ist strikte Hygiene erforderlich. Handschuhe tragen und die Kadaver direkt in einem Kunststoffsack entsorgen. Tote Tiere NICHT im Revier belassen!
2. Der eigene Hund muss geimpft sein. Bitte unbedingt den Impfstatus überprüfen (lassen) und auch auffrischen!

Informieren Sie auch Nachbarn und andere Hundebesitzer damit sich die Krankheit nicht ausbreitet.

Erster Fall von ASP in Ungarn

Das Friedrich-Loeffler-Institut hat am 24. April um 9:30 eine neue Karte zur Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest veröffentlicht. Aus dieser Karte:

FLI-ASP-Karte 24. April 9:30 Uhr

geht hervor, dass es nunmehr einen ersten Fall von ASP auch in Ungarn gibt. Wieder ist es so, dass das verendete Wildschwein sehr weit vom letzten erfassten Fall gefunden wurde. Das legt nahe, dass die Krankheit durch den Menschen, auf Straßen, weiter getragen wurde.

Das Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung appelliert an Jäger, auf Jagdreisen besondere Vorsichtsmaßnahmen walten zu lassen. Lesen Sie dazu diese Informationsschrift:

2018 BMEL-Publikation Was Jagdreisende tun können

Des weiteren sind alle Reisende zu besonderer Vorsicht aufgerufen. Es wird gebeten tierische Produkte, die Schweinefleisch enthalten könnten, bzw. deren Reste nicht in der Natur zu entsorgen. Einfache Mülltonnen auf Rastplätzen dienen Wildschweinen schon einmal als Futterquelle, so dass man auch hier vorsichtig mit der Entsorgung von tierischen Produkten sein sollte.

Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest ASP (ASF)

Liebe Waidgenossen,

das Friedrich-Loeffler-Institut hat auf seiner Website ein sehr anschauliches Video zur Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest veröffentlicht. Interessant ist dabei vor allem in wie groß die Sprünge vom einem gemeldeten Fall zum nächsten sind:

FLI: Video zur Ausbreitung der ASP

Weitere Informationen und aktuelle Karten findet man unter:

FLI: Karten zur ASP

Grüße und Waidmannsheil
Florian