In der kommenden Woche rückt in Niedersachsen der Monatswechsel in den Blick, und damit auch eine besonders sensible Zeit im Revier: Der April geht zu Ende, der Mai beginnt, und beim Rehwild verdichten sich Aktivität und Beobachtungsmöglichkeiten deutlich. Nach der in Niedersachsen veröffentlichten Übersicht der Jagdzeiten sind Rehböcke seit dem 1. April jagdbar; zugleich endet bei Schmalrehen sowie bei Schmaltieren und Schmalspießern verschiedener Schalenwildarten die Frühjahrsjagdzeit bereits wieder am 15. Mai.
Für Reviere im östlichen Niedersachsen ist die kommende Woche deshalb eine Zeit der genauen Beobachtung. Das frische Grün steht inzwischen hoch, Einstandswechsel werden wieder klarer sichtbar, und die Ansprache verlangt nun besondere Sorgfalt, weil sich Wildbewegung, Vegetation und zunehmende Freizeitnutzung der Landschaft spürbar überlagern.
Gerade jetzt zeigt sich, dass Jagd im Frühjahr mehr ist als Bejagung allein. Wer in den nächsten Tagen draußen unterwegs ist, ob jagdlich oder zur Erholung, sollte dem Wild die nötige Ruhe lassen und Rückzugsräume respektieren. So bleibt der Start in den Mai eine Zeit mit guter Beobachtung, waidgerechtem Handeln und möglichst wenig Störung im Revier.

